Energie am Turm: Solar, Akku, Netz oder alles zusammen
Ein Videoturm, der nachts wacht, braucht nachts Strom und tagsüber die Sonne, um ihn zu holen. Solarmodul, beheizter Akku und Lastmanagement bilden die Versorgung; das Netz kommt dazu, wo es liegt. Hier steht, wie die Bilanz über das Jahr aussieht, was im Dezember passiert und wann Netz oder Hybrid die bessere Wahl sind.
Sonne, Modul, Laderegler, Akku, Verbraucher.
Tagsüber lädt das Modul über den Laderegler den Akku; nachts versorgt der Akku Kameras, Rechner, Funk, Lautsprecher und Licht. Wo Netz liegt, speist es zusätzlich ein.
Vier Teile, eine Bilanz.
Das Solarmodul am Schrank ist steil gestellt: Es nutzt die flache Wintersonne besser und lässt Schnee abrutschen. Der Akku ist ein Lithium-Eisenphosphat-Speicher mit Heizung. Er lädt und liefert auch bei Frost, was unbeheizten Zellen Kapazität kostet. Der Laderegler holt aus dem Modul, was die Sonne hergibt, und das Lastmanagement verteilt die Energie nach Priorität: Erkennung und Meldung immer, Flutlicht und Dauerzoom nur, wenn die Reserve es zulässt.
- Solarmodul: steil gestellt, für Wintersonne und Schneeabrutsch; Ausrichtung beim Aufbau.
- Akku LiFePO4, beheizt: lädt und liefert bei Frost; lange Lebensdauer, kein Memory-Effekt.
- Laderegler: holt den maximalen Ertrag aus dem Modul, schützt den Akku.
- Lastmanagement: drosselt Verbraucher nach Priorität, statt den Turm abzuschalten.
Acht Monate Überschuss, vier Monate Reserve.
Von März bis Oktober lädt die Sonne mehr, als der Turm braucht. Von November bis Februar tragen Akkureserve und Lastmanagement. Dafür ist der Turm ausgelegt.
Welche Betriebsart wann.
| Solar-autark | Netz 230 V | Hybrid | |
|---|---|---|---|
| Voraussetzung | freier Himmel über dem Modul | abgesicherter Anschluss in Reichweite | Anschluss vorhanden, aber unsicher |
| Aufbau | abstellen, Modul ausrichten | Kabel legen, absichern | wie Netz, plus Solar |
| Im Winter | Akkureserve und Lastmanagement | unverändert | unverändert |
| Bei Stromausfall | nicht betroffen | Akku überbrückt Stunden bis Tage | Solar und Akku überbrücken |
| Typischer Einsatz | Baustelle vor Baustrom, Solarpark, Kieswerk, Leerstand | Betriebshof, Parkplatz, Lager | Baustelle mit Baustrom |
Ladezustand, Ertrag, Verbrauch: live für jeden Turm.
Jeder Turm meldet Ladezustand, Solarertrag und Verbrauch an die Leitstelle. Sinkt die Reserve unter die Schwelle, etwa nach einer Woche Hochnebel, bei liegendem Schnee oder bei einem defekten Modul, kommt der Service, bevor der Turm dunkel wird: Akku tauschen, Modul ergänzen, auf Netz umstellen. Sie müssen nichts prüfen; Sie sehen den Zustand auf Wunsch im Kundenportal.
- Fernüberwachung: Ladezustand und Ertrag jedes Turms in der Leitstelle.
- Schwellwert: Unterhalb der Reserve wird der Service ausgelöst, nicht der Ausfall.
- Akkutausch vor Ort: durch den Techniker, ohne Unterbrechung der Überwachung.
- Umstellung: Liegt später Strom, schaltet der Turm auf Netz mit Akku als Rückfall.
Stromversorgung des Videoturms: Solar, Akku und Lastmanagement erklärt
Die Energieversorgung entscheidet, ob ein Videoturm im Dezember um drei Uhr nachts noch meldet.
Die Bilanz: Ertrag gegen Verbrauch
Ein Videoturm verbraucht rund um die Uhr Strom: Kameras, Rechner, Modem, nachts Infrarot, bei Alarm Lautsprecher und Licht. Das Solarmodul liefert nur tagsüber und nur, was die Sonne hergibt: im Juni das Fünffache dessen, was im Dezember ankommt. Die Frage ist deshalb nicht, wie viel Wattpeak das Modul hat, sondern ob die Bilanz aus Ertrag, Verbrauch und Akkureserve auch in der dunkelsten Woche des Jahres aufgeht. Genau darauf legen wir den Turm aus.
Acht Monate Überschuss, vier Monate Reserve
Von März bis Oktober liefert die Sonne in Deutschland mehr, als der Turm braucht; der Akku ist morgens voll und der Überschuss bleibt ungenutzt. Von November bis Februar reicht der Tagesertrag allein nicht. Dann tragen zwei Dinge: die Akkureserve, die für mehrere Tage ohne Sonne reicht, und das Lastmanagement, das Verbraucher nach Priorität drosselt. Erkennung und Meldung laufen immer, Flutlicht und Dauerzoom nur, wenn die Reserve es zulässt. So hält der Turm die dunklen Wintermonate ohne Netz und ohne Generator durch.
Warum der Akku beheizt ist
Lithium-Akkus mögen keinen Frost: Unter null Grad verlieren sie Kapazität, und geladen werden dürfen sie dann nicht. Ein unbeheizter Akku im Videoturm bedeutet im Januar weniger Reserve und keine Ladung. Die Bilanz kippt genau dann, wenn sie am knappsten ist. Der beheizte Lithium-Eisenphosphat-Akku im bic-tec Turm hält sich selbst im Arbeitsbereich; die Heizung ist Teil der Bilanz und lohnt sich, weil sie Kapazität und Lebensdauer erhält.
Solar, Netz oder Hybrid
Jeder Turm kann alle drei Betriebsarten. Solar-autark ist die Regel auf Freiflächen: Baustellen vor dem Baustrom, Solarparks, Kieswerke, Leerstände. Netzbetrieb passt zu Betriebshöfen, Parkplätzen und Lagern mit abgesichertem 230-Volt-Anschluss in Reichweite; der Akku überbrückt Ausfälle. Hybrid, also Netz plus Solar, ist die Einstellung für Baustellen mit Baustrom, der nicht immer verlässlich ist. Welche Betriebsart wir wählen, hängt davon ab, was am Standort liegt und wie sicher es ist; umstellen lässt sich später jederzeit.
Fernüberwachung: die Leitstelle sieht den Ladezustand
Jeder Turm meldet Ladezustand, Solarertrag und Verbrauch an die Leitstelle. Sinkt die Reserve unter die Schwelle, etwa nach einer Woche Hochnebel, bei liegendem Schnee oder bei einem beschädigten Modul, wird der Service ausgelöst, bevor der Turm dunkel wird: Akkutausch vor Ort ohne Unterbrechung, Modul ergänzen, Umstellung auf Netz. Der Kunde muss nichts prüfen. Das ist der Unterschied zwischen einer Solarkamera, die irgendwann leer ist, und einem Videoturm, der bewacht.
Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
Fragen Sie nicht nach Wattpeak und Amperestunden, sondern nach der Bilanz im Dezember. Fragen Sie, ob der Akku beheizt ist. Fragen Sie, was das Lastmanagement drosselt und was nie. Fragen Sie, ob jemand den Ladezustand sieht und wer kommt, wenn es knapp wird. Und fragen Sie, ob der Turm auch am Netz laufen kann, falls später Strom liegt. Die Zahlen Ihrer Konfiguration stehen im Angebot. Die Antworten auf diese Fragen sollten Sie vorher bekommen.
Kurz gefasst
Der Videoturm von bic-tec holt seine Energie aus Solarmodul und beheiztem Lithium-Eisenphosphat-Akku; ein Lastmanagement verteilt sie, und wo Netz liegt, kommt es dazu. Von März bis Oktober lädt die Sonne mehr, als der Turm braucht; von November bis Februar tragen Akkureserve und Lastmanagement. Ohne Sonne läuft der Turm mehrere Tage im gedrosselten Betrieb; Erkennung und Meldung haben immer Vorrang. Die Leitstelle sieht Ladezustand und Ertrag jedes Turms live, und der Service kommt, bevor der Turm dunkel wird. Einen Generator braucht der Turm nicht.
Was Kunden zur Energie fragen.
Wie lange läuft der Turm ohne Sonne?
Mehrere Tage im gedrosselten Betrieb; der genaue Wert hängt von Paket, Kameraanzahl und Jahreszeit ab. Vor dem Aufbau rechnen wir die Bilanz für Ihren Standort; die Leitstelle sieht die Reserve live, und der Service kommt, bevor der Turm dunkel wird.
Wie groß sind Solarmodul und Akku?
Das hängt vom Paket ab: Mehr Kameras und Wärmebild bedeuten mehr Modulfläche und Akkukapazität. Die technischen Daten Ihrer Konfiguration stehen im Angebot. Wichtiger als Wattpeak und Amperestunden ist die Bilanz aus Ertrag, Verbrauch und Akkureserve in der dunkelsten Woche des Jahres. Genau darauf legen wir den Turm aus und rechnen die Bilanz vor dem Aufbau für Ihren Standort.
Warum ist der Akku beheizt?
Weil Lithium-Akkus bei Frost Kapazität verlieren und unter null Grad nicht geladen werden dürfen. Die Heizung hält den Akku im Arbeitsbereich, deshalb lädt der Turm auch im Januar. Ohne Heizung hätte er bei Frost weniger Reserve und keine Ladung, und die Bilanz würde genau dann kippen, wenn sie am knappsten ist. Zugleich erhält die Heizung Kapazität und Lebensdauer.
Kann der Turm am Baustrom laufen?
Ja. Liegt 230 Volt, nimmt der Turm das Netz und behält Akku und Solar als Rückfall; das nennen wir Hybridbetrieb. Ein Ausfall des Baustroms schaltet die Überwachung nicht ab, denn Solar und Akku überbrücken. Hybrid ist die Einstellung für Baustellen mit Baustrom, der nicht immer verlässlich ist. Liegt der Strom erst später, stellen wir den Turm jederzeit um.
Was passiert bei Schnee auf dem Modul?
Das steil gestellte Modul lässt Schnee abrutschen. Bleibt er liegen, meldet der Ertragsabfall es der Leitstelle, die Ladezustand, Solarertrag und Verbrauch jedes Turms live sieht. Der Akku trägt derweil, und das Lastmanagement hält Erkennung und Meldung am Laufen. Bei Bedarf räumt der Techniker das Modul, bevor die Reserve knapp wird.
Braucht der Turm einen Generator?
Nein. Kein Generator, kein Diesel, keine Betankung, kein Lärm, auch nicht im Winter. Von März bis Oktober lädt die Sonne mehr, als der Turm braucht. Von November bis Februar tragen die Akkureserve, die für mehrere Tage ohne Sonne reicht, und das Lastmanagement. So hält der Turm die dunklen Wintermonate ohne Netz und ohne Generator durch.
Liegt an Ihrem Standort Strom?
Sagen Sie uns, wo der Turm stehen soll. Wir prüfen Sonnenlage und Anschluss am Luftbild und nennen die passende Betriebsart mit dem Festpreis, innerhalb eines Werktags.
